Sehr geehrte Kunden,

wir werden am 21.04.2018 ab 22:00 Uhr CET bis voraussichtlich 22.04.2018 06:00 Uhr CET geplante Wartungsarbeiten durchführen.

Die Wartungsarbeiten betreffen sämtliche Server, welche virtualisiert betrieben werden. Darunter fallen vServer sowie Cloud Server in der Public Cloud und in Private Cloud Umgebungen.
Managed Server sind von dieser Ankündigung nicht betroffen.

Während der Wartungsarbeiten werden wir die Hypervisor-Software (Red Hat Kernel-based Virtual Machine) aktualisieren. Dabei wird u.a. der Treiber für Block-Devices (Festplatten) von VirtIO auf VirtIO-SCSI umgestellt. VirtIO-SCSI bietet eine höhere Performance und mehr Leistungsmerkmale und wird langfristig den bisherigen VirtIO-Treiber vollständig ersetzen.
Dies bedeutet, dass je nach installiertem Gast-Betriebssystem Anpassungen erfolgen müssen vor die Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise am Ende.

Die Updates werden fortlaufend als „rolling update“ eingespielt. Sprich es wird jeweils ein Hypervisor aktualisiert.

Damit die Änderungen wirksam werden ist es erforderlich alle auf dem jeweiligen Hypervisor betriebenen virtuellen Instanzen herunter zu fahren und vollständig zu stoppen. Anschließend werden die Instanzen sofort wieder gestartet.

Wichtige Hinweise:

  1. ACPI-Shutdown
    Bitte stellen Sie sicher, dass das Betriebssystem per ACPI-Shutdown ordnungsgemäß herunter fährt. Andernfalls stoppt der Hypervisor die Instanzen nach einer Wartezeit von 10 Minuten mittels Power-off.
  2. Erforderliche Schritte unter Linux
    Prüfen Sie bitte vor den Wartungsarbeiten die Einträge in der Datei /etc/fstab – hier sollten alle Partitionen mittels UUID angegeben sein. Da sich die Bezeichnungen für die Block Devices mit dem Update von vd* in sd* ändern werden, kann es andernfalls zu Probleme beim Boot-Vorgang kommen. Sie können auch mittels diesem Bash-Script alle Device-Namen automatisch in UUIDs ändern lassen.
    Unter Linux sind die VirtIO-Treiber bereits im Kernel integriert, u.a. auch der Treiber für VirtIO-SCSI. Nehmen Sie ggf. vor den Wartungsarbeiten ein Update auf die aktuellste Version vor falls noch ein älterer Kernel läuft.
    Nach Abschluss der Wartungsarbeiten sollten Sie einmalig den Befehl fstrim -v –all ausführen, um die Performance der virtuellen Festplatte zu optimieren. Dieser Befehl teilt dem Hypervisor mit, welche Bereiche mit Daten belegt sind und welche ungenutzt sind. Dadurch verbessert sich das Caching (da gezielt belegte Blöcke im Cache gehalten werden können) und somit die IO-Leistung. Die meisten moderen Linux-Distributionen legen standardmäßig einen Cronjob hierfür unter /etc/cron.weekly/fstrim bzw. /etc/cron.weekly/fstrim-all an. Wenn dieser nicht existiert, empfiehlt es sich diesen manuell zu erstellen.
  3. Erforderliche Schritte unter Windows
    Installieren Sie bitte vor den Wartungsarbeiten die aktuellsten VirtIO-Treiber. Die Treiber-CD können Sie über unser Webinterface einlegen. Melden Sie sich hierzu im Manager an, navigieren Sie zur Cloud-Server Übersicht und klicken Sie beim jeweiligen Server unter Operationen auf den Link Virtual-ISO. Wählen Sie dort die Datei Windows VirtIO-Treiber 0.1.141 aus und klicken Sie (ohne die Option Danach automatisch neustarten) auf Speichern. Anschließend öffnen Sie den Geräte-Manager und wählen bei den Geräten Laufwerke – QEMU QEMU HARDDISK SCSI Disk Device und Speichercontroller – Red Hat VirtIO SCSI pass-through controller die Option Treibersoftware installieren bzw. Treibersoftware aktualisieren. Wählen Sie im folgenden Dialog die Option Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen aus und geben Sie als Ort das CD-Laufwerk (überlicherweise Laufwerk E:\) mit Unterordner einbeziehen aus.
    Falls die beiden Geräte im Geräte-Manager nicht angezeigt werden eröffnen Sie bitte bei unserem Support ein Ticket. In diesem Fall muss der virutellen Instanz vorübergehend eine zusätzliche Festplatte zugeteilt werden.
    Nach Abschluss der Wartungsarbeiten sollten Sie prüfen, ob Trim aktiv ist. Dies können Sie in der Kommandozeile mit dem Befehl fsutil behavior query DisableDeleteNotify erledigen. Wenn Trim aktiv ist, sollte eine 0 ausgegeben werden. Eine 1 bedeutet hingegen, dass Trim deaktiviert ist – aktivieren Sie in diesem Fall Trim bitte mit dem Befehl: fsutil behavior set DisableDeleteNotify 0
    Sobald Sie sicher gestellt haben, dass Trim aktiv ist, können Sie das Tool ForceTrim.exe herunter laden und ausführen. Starten Sie bitte einmalig einen manuellen Trim für jede Partition. Damit wird die Performance der virtuellen Festplatte optimiert, da dem Hypervisor mitgeteilt wird, welche Bereiche mit Daten belegt sind und welche ungenutzt sind. Dadurch verbessert sich das Caching (da gezielt belegte Blöcke im Cache gehalten werden können) und somit die IO-Leistung.
  4. Rescue-System / Windows-Reparatur
    Falls das Gast-Betriebssystem nach dem Neustart nicht bootet gibt es die Möglichkeit im Kundenbereich unter OperationenRescue-System ein Livesystem auf Ubuntu-Basis zu starten. Damit können alle gängigen Dateisysteme eingehängt werden und Bootloader-Konfigurationen repariert werden.
    Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit unter Operationen – Virtual-ISO eine Windows-Installationsmedium einzulegen oder eigene ISO-Dateien hochzuladen.
  5. Anpassung der Einstellungen über unseren Support
    Unser Support übernimmt gerne für Sie die erforderlichen Anpassungen, unabhängig davon ob es sich um ein Linux oder Windows handelt. Bitte eröffnen Sie hierzu bis spätestens Freitag, den 20.04.2018 ein Support-Ticket, indem Sie eine E-Mail an support@ingate.de senden. Geben Sie bitte Ihre Kundennummer, die ID des jeweiligen Servers, sowie Benutzername und Passwort für den Benutzer mit root-Rechten bzw. administrativen Rechten an.